Terra Serpentes
Terraristik ist mehr als nur ein Hobby

Python m. Molurus (Pimbura)

Herkunft: Indien, Sri Lanka

Größe: Klein für ein Tigerpython (Zwergtigerpython)

Männchen ca. 1,80 - 2,00 m

Weibchen ca. 2,30 - 2,60m (deutlich unter 3m)

Schwierigkeitsgrad: * * * ° ° °

(Fortgeschrittene - Aufzucht manchmal nicht ganz einfach, auch wegen dem Temperament)

Auch für Einsteiger geeignet

Bekannte Varianten: -

Friedlichkeit: * * ° ° ° °

(Manchmal Temperamentvoll)

Schutzstatus:  WA I (Meldepflicht und Dokumentationspflicht)

Besonderheiten: Pimburas gehören zu den Zwergtigerpythons mit um die 2,5m. Sie sind eine Inselform die sich vom Dunklen Tigerpython komplett unterscheidet. Pimburas sind ausgesprochen kräftig vom Körperbau und wiegen bei gleichem Umfang deutlich mehr als jede Boa.


Helle Tigerpythons gab es nie sehr viele in der Terraristik und leider verbinden wir heute mit Tigerpythons eher Dunkle Tigerpythons, wobei es sich jedoch fast ausnahmslos um Mischlinge zwischen dunklen und hellen Tigerpythons handelt. Man findet praktisch nur noch Morphen und keine unverfälschten Wildformen mehr. Die hellen Tigerpythons aus Sri Lanka stellen eine Besonderheit dar, da sie deutlich kleiner sind, als die Indische Festlandvariante (heute in der Terraristik ausgestorben) und sich auch vom Aussehen her deutlich unterscheiden, z.B. durch den rundlichen Kopf, mit ausgeprägtem Rosa und der charakteristischen Zeichnung. Auch die Gelegegröße ist für einen Pythons recht bescheiden, was ihnen durchaus einen eigenen Artenstatus einbringen könnte. Aktuell wird der Pimbura zu den Python m. Molurus gezählt, doch scheint diese Einordnung mehr als ungerechtfertigt, da sie spezifische Charakteristika aufweisen, die nur Sri Lanka Tiere haben. 

Wie alle Tigerpythons, sind auch die Pimburas, gute Fresser. Sie haben einen höheren Stoffwechsel als Boa Constrictor und ein ausgeprägtes Temperament. Doch entgegen älteren Aufzeichnungen in der Literatur, lassen sie sich an die Hand gewöhnen, doch muss man sich Zeit nehmen und mit Flegelphasen rechnen. Pimburas leben in Gebieten, die deutlich kühler sind, als der Lebensraum von Bivittatus, was sich auch in den Temperaturen spiegeln muss. Dass Tigerpythons sich gerne ins Wasser legen ist bekannt, doch trifft dies nicht auf den Pimbura zu, er bevorzugt eher trocken Lebensräume. 

Neben dem Temperament, ist vor allem die robuste Natur der Pimburas legendar. Wo manch ein Tigerpythonfreund klagt über Schnupfen bei jedem Luftzüglein, kann davon bei den Zwergen aus Sri Lanka keine Rede sein. Die Tiere sind extrem robust, vertragen auch über längere Zeit niedrige Temperaturen und sind Zugluft gegenüber nicht empfindlich im Gegensatz zu Bivittatus(mix).

Pimburas wurden in den "good old days" der Terraristik, also um die 1990er Jahre herum ab und zu mal gezüchtet, doch sind sie dann nach und nach verschwunden, als die Dunklen Tigermixmorphen ihren Siegeszug antraten. Heute sind sie ausgesprochene Raritäten und als reine Lokalformen fast nicht mehr zu finden (leider sind auch hier Mixe im Umlauf - oft 75% reine). Dank der WA I Listung, die schon recht früh einsetze, ist es heute nicht mehr möglich Wildfänge zu bekommen. Heute sind nur noch ganz wenige Exemplare zu finden (aus glaubwürdiger Quelle sogar fast gar nicht).